Tischleuchten

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Bei den Tischleuchten lassen sich Zweck- und Stimmungsleuchten unterscheiden. Schreibtisch- und Nachttischleuchten gehören ebenso zu den zweckbestimmten Leuchten wie Fernsehleuchten. Die Wurzeln der für die 50er Jahre typischen Schreibtischleuchte liegen in den 30er Jahren. Die Leuchten haben einen Metallreflektor, der innen, um die Lichtwirkung zu verbessern, mit weißer Farbe spritzlackiert ist. Nach und nach wird die schwarze Leuchte von farbigen Leuchten abgelöst. Beliebt waren auch zweifarbig lackierte Leuchten in glattem oder sog. Kräusellack. Um das Justieren des Lichtkegels zu gewährleisten, haben die meisten Leuchten einen flexiblen Schlauch oder  einen Rohrarm mit Gelenk. Besonderheiten sind Leuchten mit Schirmen aus weißem, lichtdurchlässigem Plastik, z.B. ein Produkt der Firma HOSO, die hauptsächlich Kunststoffmaterialien an ihren Leuchten verwendete. Neben den funktionalen gab es auch wohnliche und verspielte Schreibtischleuchten, bei denen der Fuß als Hühnerkralle, der Reflektor als Hütchen oder etwa in Form eines gleitenden Rochens gebildet ist. Die kleinen Nachttischleuchten finden auf dem Nachttisch Platz und spenden gerade ausreichend Licht zum Lesen, ohne das Umfeld im Schlaf zu stören. Ein Produkt der 50er Jahre ist ein Zwitter zwischen Tisch- und Wandleuchte. An der Fußunterseite  ist eine Aufhängevorrichtung angebracht, mit der man sie an der Wand befestigen kann. Um den Schirm bei Anbringung an der Wand in die andere Position zu bringen, sind das verstellbare Gelenk und der Schwanenhals, die man schon in den 30er Jahren verwendete, unerlässlich. Die Beliebtheit der Fernsehleuchte  wuchs mit der Verbreitung des Fernsehers. Wie viele Innovationen kam auch diese aus den USA, wo man glaubte, dass zu langes Fernsehen ohne indirekte Lichtquelle zur Blindheit führen würde. Bei vielen Fernsehleuchten ist die Lichtquelle zwischen zwei verschiedenfarbigen Plexiglasblenden angebracht. Mit Schaltern zum Dimmen lässt sich das Licht individuell zum Film einstellen.

Stimmungsleuchten werden gerne als Randbeleuchtung eingesetzt, was besonders kleine Räume größer erscheinen lässt. Die Schirme sind aus einem Material namens Kokon, Papier und gefälteltem Steifleinen, Bast und Plastikfolie oder als Spitzfaltenschirme aus Plastik verschiedener Härte und Dicke hergestellt.